MdL Volkmar Halbleib und SPD-Stadtratsfraktion fordern:

Presse

Mehr Engagement des Freistaats für Jugendsozialarbeit an unseren Schulen

Der SPD-Landtagabgeordnete Volkmar Halbleib und die Würzburger SPD-Stadtratsfraktion fordern ein stärkeres Engagement des Freistaats für Jugendsozialarbeit an Schulen.
Wie kürzlich von München angekündigt, wird es ab dem 1. September in Würzburg 2,5 Stellen mehr für Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) geben. Einerseits erfreulich, bedenkt man, dass von den gerade mal 6,5 neuen Stellen für Unterfranken 2,5 nach Würzburg gehen. Und grundsätzlich begrüßt die SPD das Programm - Kindern und Jugendlichen muss bei schwierigen sozialen und familiären Verhältnissen so gut und schnell wie möglich geholfen werden.
Andererseits ist dieser Stellenzuwachs in Würzburg für die SPD-Stadtratsfraktion und für den SPD-Abgeordneten Halbleib wieder nur ein Tropfen auf den heißen Stein und nicht am Realbedarf ausgerichtet.
„Der Freistaat hatte sich vorgenommen, ab 2010 pro Jahr bayernweit 60 neue Stellen zu schaffen, als langfristiges Ziel sind immer noch 1.000 JaS-Stellen gesetzt. Das sind hehre Ziele, aber die Realität sieht so aus, dass der Ausbau der Stellen viel zu langsam voran geht, oder gar ganz dem Rotstift zum Opfer fällt. Damit ist den heutigen Schülerinnen und Schülern, die akut Hilfe benötigen, in keiner Weise geholfen“, kritisiert Halbleib. Zudem werde das JaS-Programm viel zu zögerlich auch für Grundschulen geöffnet. Viel zu lange habe die Staatsregierung daran festgehalten, nur an Haupt-, Förder- und Berufsschulen Stellen zu fördern. Dass es auch an vielen Grundschulen Bedarf gibt, habe man viel zu lange ignoriert, ebenso wie die Situation an manchen Realschulen. „Die Staatsregierung sieht in der Jugendsozialarbeit an Schulen eine kommunale Aufgabe, die bestenfalls staatlich gefördert werden kann. Tatsächlich sehe ich hier den Freistaat in der Pflicht, für mich ist das eine klassische Aufgabe der staatlichen Schulpolitik“, führt Halbleib weiter aus.
Dem kann Hans Werner Loew, SPD-Fraktionsvorsitzender im Würzburger Stadtrat, nur zustimmen.
„Immer mehr Schulen werden zum Glück zu Ganztagsschulen ausgebaut, noch viele andere müssen und werden folgen. Doch die sozialpädagogische Betreuung hinkt hinterher. Es ist eine Kernforderung der SPD-Stadtratsfraktion, dass der Freistaat aber genau hierfür sorgen muss“, so Loew, der selbst über 20 Jahre für die SPD im Landtag saß.
So hätten zwar –beispielsweise- die Hauptschule Heuchelhof, die Gustav-Walle-Schule, die Hauptschule Zellerau jeweils eine Stelle à 30 Stunden, die Goethe-Schule hätte hingegen überhaupt keine Stelle, während sich die Josef-Greising-Schule und die Klara-Oppenheimer-Schule bei 4.000 Schülerinnen und Schülern eine Stelle teilen müssten. Auch bei den Grundschulen in der Region gebe es enormen Bedarf, so z.B. in Ochsenfurt und Giebelstadt, bislang fehle aber die Förderzusage des Freistaats.
„Besonders misslich ist meiner Meinung nach, dass Kommunen daran gehindert werden, auf eigene Kosten JaS-Stellen im Vorgriff auf die staatliche Fö-derung einzurichten, weil dies in Folge dann von der Staatsregierung als begonnene Maßnahme eingestuft wird, d.h. als nicht mehr förderfähig gilt“, führt Loew weiterhin aus. „Man blockiert sich hier gegenseitig.“
„Es führt kein Weg daran vorbei, der Freistaat muss die JaS als staatliche Aufgabe übernehmen und ausbauen, nur so werden wir den Bedürfnissen und Problemen der Schülerinnen und Schüler und den Anforderungen an eine moderne Schule gerecht“, so die beiden SPD-Politiker abschließend.

 
 

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